Set-Nr.: 4823
Reihe: Historical Collection - World War II
Modell: Prinz Eugen Heavy Cruiser
Teile: 1790
Dann trau‘ ich mich mal an mein erstes kleines Bautagebuch. Vorweg: bin absoluter Neuling, da ich erst vor ca. fünf Monaten mit Klemmbausteinen begonnen habe. Insofern bitte ich um Nachsicht, wenn mir die Bezeichnungen für Steine und Bauarten nicht alle geläufig bin. Korrekturen/Aufklärung in dieser Hinsicht sind willkommen!
Zunächst etwas Historie: Die Prinz Eugen war ein schwerer Kreuzer der Admiral-Hipper-Klasse mit einer etwas kuriosen Geschichte. Nach dem Stapellauf 1938 nahm das Schiff im Krieg an mehreren bedeutenden Unternehmen im Atlantik teil, wie z.B. dem Unternehmen Rheinübung zur Störung des britischen Nachschubs oder dem Unternehmen Cerberus. Sie war eines der wenigen Schiffe der deutschen Kriegsmarine, das den Krieg überlebte. Zunächst ging es an die Briten, dann aber per Losentscheid an die Amerikaner. Die brachten den Kreuzer wiederum zum Bikini-Atoll, wo sie Atombombenversuchen (jawohl, Mehrzahl!) ausgesetzt wurde, welche das Schiff vergleichsweise unbeschadet überstand. Nach einigen Monaten zeigten sich allerdings doch Schäden, sodass die Prinz Eugen schließlich gegen Ende des Jahres 1946 kenterte. Bis heute liegt das Schiff - teils aus dem Wasser ragend - im Kwajalein-Atoll. Bergungsversuche wurden jedoch aufgrund der hohen Verstrahlung abgebrochen.
So, nun zum Set. Wer die Schiffe von Cobi kennt, weiß, dass es den Polen immer wieder gelingt die Bauweise abzuändern, damit keine Langeweile aufkommt wenn man bereits mehrere ihrer Schiffe gebaut hat. So auch hier. Baut man bei den meisten Cobi-Schiffen zunächst jeweils separat Bug und Heck und fügt diese dann zusammen, beginnt man hier zum ersten Mal mit dem Mittelteil: Bug und Heck werden im späteren Verlauf aus je zwei größeren Elementen gebaut und dann jeweils von links und rechts an den Mittelteil angedockt.
Wie immer bei Cobi-Schiffen gibt es eine Baurichtungsumkehr-Party, so z.B. hier: Ungewöhnlich ist, dass während des Rumpf-Baus bereits ein guter Teil der Aufbauten mit fertiggestellt wird. Normalerweise wird fast alles, was sich an Deck befindet erst nach Fertigstellung des Rumpfes aufgesetzt.
Auch ein paar (zumindest mir) neue Steine gibt‘s: eine zweier Plate-Modified mit Noppen an der Seite: Gibt‘s die von anderen Herstellern auch? Hier dann des Rätsels Lösung, also die Frage nach dem Sinn dieser Plates. Sie ermöglichen einen äußerst schlank zulaufenden Bug: Die Seitenteile werden wieder separat und teils großflächig gebaut und dann an den Seiten des Körpers angebracht. Hier das Schiff nach Ende von Bauabschnitt zwei (von insgesamt fünf): Die Klemmkraft ist wie immer monströs. Selbstverständlich habe ich Depp mich einmal verbaut und mir dann fast die Fingernägel herausgehebelt um den Fehler zu korrigieren (die Lego Teiletrenner bringen bei Cobi ja leider nix). Massiv ist der Knüppel ebenfalls wieder. Aufgrund der schlanken Form kommt die Prinz Eugen daher insgesamt als bislang realistischster Baseballschläger-Ersatz von Cobi daher.
Insgesamt soweit wiederum ein toller, spannender Bau. Obwohl dies bereits mein siebtes Schiff von Cobi ist, kam bislang aufgrund der oben genannten Gründe keinerlei Langeweile auf. Auch die Anleitung lässt keine Fragen offen. Vorsicht aber bei etwas linken Dingern, wo ein größerer, separat gebauter Teil an den Rest angedockt wird und dann im gleichen Schritt zusätzlich noch in einer völlig anderen Ecke des Schiffs ein einzelner kleiner Stein angebracht werden soll. Sowas übersehe ich immer wieder gerne.
Morgen dann mehr...


