Interessant wäre also auch und insbesondere, was in den Schriftsätzen stand, aber dazu erfährt man im Video nichts. Da wird man abwarten müssen, bis es ein Urteil gibt und man das einsehen kann. Ggf. gibt es dann eh eine Berufung usw.
Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Moderator: skjoldar skildpadden
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Oederland
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Wenn bestimmte Aspekte nicht ausreichend gewürdigt wurden, es Fehler im Ablauf gab usw. usf., sollte man die rechtlichen Mittel nutzen bzw. zumindest die Verkündung abwarten (da wird vermutlich auf den einen oder anderen Punkt eingegangen werden) und anschließend Berufung einlegen, statt schon mal vorab auf YouTube rumzuschwurbeln... O-Ton Thorsten im Video, die drei Richter hatten null Interesse Recht zu sprechen, sondern sie wollten einfach nur Lego recht geben.
Noch ist kein Urteil verkündet... Thorsten scheint außerdem überhaupt nicht verstanden zu haben, wie ein solcher Zivilprozess vor Gericht abläuft. Unter dem Video dazu ein Kommentar von jemandem, der das etwas einordnet:
Auch der von Just Bricks erwähnte Punkt mit dem Container, der wegen Verdacht auf Urheberrechtsverletzungen angehalten wurde und bei dem es später um Markenrechtsverletzungen ging - wenn Lego nach genauerer Prüfung andere / weitere Verletzungen annimmt, werden sie selbstverständlich gegen diese vorgehen. Falls der formale Ablauf hier nicht korrekt gewesen sein sollte, falls Lego keine Auskünfte gegeben haben sollte, zu denen sie verpflichtet sind (wenn sie das nicht müssen, ist der Vorwurf müßig), kann Steingemachtes dagegen vorgehen bzw. eine entsprechende Auskunft erzwingen. Wenn das nicht passiert ist, dann anscheinend, weil es dem Vorwurf an Substanz fehlt. Mir ist auch nicht klar, was das mit der am Freitag verhandelten Sache bzgl. Markenrechtsverletzung zu tun haben soll.
Interessant wäre also auch und insbesondere, was in den Schriftsätzen stand, aber dazu erfährt man im Video nichts. Da wird man abwarten müssen, bis es ein Urteil gibt und man das einsehen kann. Ggf. gibt es dann eh eine Berufung usw.
Interessant wäre also auch und insbesondere, was in den Schriftsätzen stand, aber dazu erfährt man im Video nichts. Da wird man abwarten müssen, bis es ein Urteil gibt und man das einsehen kann. Ggf. gibt es dann eh eine Berufung usw.
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Charly
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
@Level43 Das hab ich als journalistische Recherche und Hintergrundinfos von @Just Bricks gelesen.
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kalgani
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Berufung wird es doch eh geben, egal ob von Thorsten oder Lego.
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Level43
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Wenn das von Herrn Tauber angemerkte sich so Verhält, insbesondere Punkt 5b, dann können sich alle China-Importeure in Deutschland sich zukünftige Rechtsstreitigkeiten mit Lego einfach sparen. Wenn es immer nur die Antwort geben wird:
"In diesem Fall sehen wir maximal die Figur von ZheGao als unbedenklich", dann nützt das Urteil dem kleinen Händler nebenan leider NICHTS. Denn der hat, trotz des Urteils, nicht die Mittel vor Gericht zu ziehen bei einem Streitwert von mehreren hundert tausend €. Alleine das Risiko zu tragen, weil der nächste Richter es anders sieht, ist viel zu groß.
Also wenn das Urteil am 15.07.2002 keine richtig, fette Überraschung bietet, ist das mit den Minifiguren dann wohl gegessen in Zukunft. Dann wird auch die Berufung nichts bringen, wenn wie gesagt, das Stimmt was Herr Tauber da geschrieben hat.
"In diesem Fall sehen wir maximal die Figur von ZheGao als unbedenklich", dann nützt das Urteil dem kleinen Händler nebenan leider NICHTS. Denn der hat, trotz des Urteils, nicht die Mittel vor Gericht zu ziehen bei einem Streitwert von mehreren hundert tausend €. Alleine das Risiko zu tragen, weil der nächste Richter es anders sieht, ist viel zu groß.
Also wenn das Urteil am 15.07.2002 keine richtig, fette Überraschung bietet, ist das mit den Minifiguren dann wohl gegessen in Zukunft. Dann wird auch die Berufung nichts bringen, wenn wie gesagt, das Stimmt was Herr Tauber da geschrieben hat.
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Just Bricks
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
@Level43
Thorsten und seine Anwälte hatten ein oder zwei solcher Sets dabei, den Rest haben wir rausgesucht.
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Charly
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Mich interessiert, wie die Kubricks-Figur aus Japan von durchschnittlichen Menschen auf der Straße klassifiziert werden würde:
Foto von EC Pica, Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Kubrick_(toy)
Als “Lego … aber irgendwie anders…”?
Müsste Lego dagegen in Japan nicht auch vorgehen?
Foto von EC Pica, Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Kubrick_(toy)
Als “Lego … aber irgendwie anders…”?
Müsste Lego dagegen in Japan nicht auch vorgehen?
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kalgani
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Hat Japan ein 3D Markenrecht?
Gegen die Lidl Figuren gibt es bisher auch keinen Einwand
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Just Bricks
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skjoldar skildpadden
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
@Just Bricks Diese Antwort in Form eine Frage ist nicht hilfreich.
skjoldar - brickpedia - viewtopic.php?t=19176
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bibo_136
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Die Anwort auf die Warum-nur-Frage ist: Weil Lego für Lidl in etwas das ist, was Thorsten für Lego ist. Ein kleiner Fisch.
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Steinalt
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Ein kurzer Blick auf Wikipedia hilft: Jahresumsatz Lidl 102 Mrd. €, Lego 6 Mrd. €bibo_136 hat geschrieben:Weil Lego für Lidl in etwas das ist, was Thorsten für Lego ist. Ein kleiner Fisch.
Das war mir in dieser Deutlichkeit auch noch nicht bewusst!
Mein Sammelgebiet: Historische asiatische Gebäude, Statuen, Requisiten....
....und ein bisschen Star Trek, aber nur im Minifiguren-Maßstab.
Seit neuestem auch Steampunk - man gönnt sich ja sonst nichts!
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Just Bricks
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Das ist genau der Punkt, weswegen Lego auch nicht gegen ähnliche Sets auf Amazon vorgegangen ist. Zumal Amazon die Dänen dann schnell "auslisten" könnte...
Daher sollte ebenso klar sein, was von den Äußerungen des Lego-Anwaltes, dass Lego alle Rechteverletzungen gleich behandelt, zu halten ist...
Daher sollte ebenso klar sein, was von den Äußerungen des Lego-Anwaltes, dass Lego alle Rechteverletzungen gleich behandelt, zu halten ist...
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lepindings
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Naja, die einen verkaufen Spielzeug, stehen als eine Marke unter vielen in Spielzeugläden, haben 10 (Größenordnung) eigene Läden in Deutschland und wahrscheinlich ähnlich in anderen Ländern.
Die anderen haben Läden in so ziemlich jeder Stadt in Europa, und setzen als Lebensmittelmarkt viel viel mehr um. Ist zumindest keine Überraschung.
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Level43
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Aber eine Firma mit 100 Mrd Umsatz anpissen die vermutlich sogar noch bessere Anwälte als Lego hat, läßt man da doch lieber sein. Alleine das riskieren wenn jemand Geldmäßig drauf scheisst ist das Risiko für Lego wohl nicht Wert.
Son Richter wird sich auch Denken "Ach guck mal, gab schon mehrere verfahren von kleinen die weg geklagt wurde, und jetzt kommt Lidl. Das schauen wir uns mal genauer an". So zumindest meine Meinung dazu
Son Richter wird sich auch Denken "Ach guck mal, gab schon mehrere verfahren von kleinen die weg geklagt wurde, und jetzt kommt Lidl. Das schauen wir uns mal genauer an". So zumindest meine Meinung dazu
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Oederland
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
@Level43: Interessante Meinung und interessantes Rechtsverständnis.
Für ein solches Verfahren braucht man keine zig Millionen oder Milliarden, selbst wenn man durch alle Instanzen klagt, einfach, weil der strittige Aspekt klar eingrenzbar ist = zu große Ähnlichkeit ja / nein. Falls die Schwarz-Gruppe aus welchen Gründen auch immer trotzdem hunderte Anwälte beauftragen würde (die zur Sache vermutlich auch nicht viel mehr aufs Papier bringen könnten als ein einzelner Anwalt), könnte das Lego völlig egal sein, da sie nur die notwendigen Anwaltskosten übernehmen müssten (§ 91 Absatz 2 Satz 2 ZPO). Noch so am Rande, da oben die Umsätze genannt wurden, ca. 75 % des Jahresumsatzes der Schwarz-Gruppe werden von der Lidl-Stiftung generiert und die hatten 2019/20 "nur" einen Überschuss von 1,57 Milliarden Euro, d. h. die Rendite ist in dem Bereich eine komplett andere.
Kurz gesagt, Lego könnte aus finanzieller Sicht problemlos gegen die Playtive-Figur vorgehen, wenn sie wollten. Das Risiko wäre überschaubar, im schlimmsten Fall würden sie verlieren und Lidl würde weiterhin Playtive verkaufen, was sie aber sowieso schon machen. Warum unternimmt Lego also nichts gegen die Figur? Weil wohl ziemlich klar ist, dass sie nicht gewinnen würden. Die Playtive-Figur weicht zumindest in vier Merkmalen stark von der 3-D-Marke ab, sie hat keine separaten Beine, einen ausgeformten Bauch, von der Seite betrachtet gerade Arme und einen ellipsoiden Kopf. Da kann man sich den Spaß auch schenken und stattdessen dort vorgehen, wo man aller Wahrscheinlichkeit zumindest Teilerfolge erzielen wird, z. B. gegen BB oder Steingemachtes. Im Vergleich ein paar andere Figuren
Nun werden vor Gericht nicht nach irgendwelchen mathematischen Formeln Ähnlichkeiten berechnet, aber am Ende des Tages läuft es in diese Richtung, lassen sich wesentliche Merkmale benennen, in denen die strittige Figur der 3-D-Marke ähnelt / sich von ihr unterscheidet, wie sehr tragen sie zum Gesamteindruck bei etc. pp. Bei Playtive lassen sich eine ganze Reihe von Merkmalen benennen, in denen sie sich qualitativ unterscheidet (eine Figur mit Bauch hat nun mal Bauch und ist anders als ein flacher Lego-Torso), bei anderen Figuren ist der Arm zwar nicht so gewinkelt wie der von Lego, aber doch gewinkelt / gekrümmt und damit ähnlich und das macht die Figur deutlich leichter angreifbar (ob zu ähnlich, ist dann eine Sache der Gerichte).
Für ein solches Verfahren braucht man keine zig Millionen oder Milliarden, selbst wenn man durch alle Instanzen klagt, einfach, weil der strittige Aspekt klar eingrenzbar ist = zu große Ähnlichkeit ja / nein. Falls die Schwarz-Gruppe aus welchen Gründen auch immer trotzdem hunderte Anwälte beauftragen würde (die zur Sache vermutlich auch nicht viel mehr aufs Papier bringen könnten als ein einzelner Anwalt), könnte das Lego völlig egal sein, da sie nur die notwendigen Anwaltskosten übernehmen müssten (§ 91 Absatz 2 Satz 2 ZPO). Noch so am Rande, da oben die Umsätze genannt wurden, ca. 75 % des Jahresumsatzes der Schwarz-Gruppe werden von der Lidl-Stiftung generiert und die hatten 2019/20 "nur" einen Überschuss von 1,57 Milliarden Euro, d. h. die Rendite ist in dem Bereich eine komplett andere.
Kurz gesagt, Lego könnte aus finanzieller Sicht problemlos gegen die Playtive-Figur vorgehen, wenn sie wollten. Das Risiko wäre überschaubar, im schlimmsten Fall würden sie verlieren und Lidl würde weiterhin Playtive verkaufen, was sie aber sowieso schon machen. Warum unternimmt Lego also nichts gegen die Figur? Weil wohl ziemlich klar ist, dass sie nicht gewinnen würden. Die Playtive-Figur weicht zumindest in vier Merkmalen stark von der 3-D-Marke ab, sie hat keine separaten Beine, einen ausgeformten Bauch, von der Seite betrachtet gerade Arme und einen ellipsoiden Kopf. Da kann man sich den Spaß auch schenken und stattdessen dort vorgehen, wo man aller Wahrscheinlichkeit zumindest Teilerfolge erzielen wird, z. B. gegen BB oder Steingemachtes. Im Vergleich ein paar andere Figuren
- Cogo-Figur: Beine ähnlich zu Playmobil (= Unterschied), Torso mit etwas anderer Form als Lego, Arme etwas anders geschwungen als Lego, Kopf etwas anders geformt als Lego
- Qman-Figur: separate Beine mit etwas anderer Form als Lego, Torso mit etwas anderer Form als Lego, Arme etwas anders geschwungen als Lego, Wasserkopf (= Unterschied)
- Xingbao-Figur mit Schultergelenken: Lego-Figur mit abgerundeten Kanten
Nun werden vor Gericht nicht nach irgendwelchen mathematischen Formeln Ähnlichkeiten berechnet, aber am Ende des Tages läuft es in diese Richtung, lassen sich wesentliche Merkmale benennen, in denen die strittige Figur der 3-D-Marke ähnelt / sich von ihr unterscheidet, wie sehr tragen sie zum Gesamteindruck bei etc. pp. Bei Playtive lassen sich eine ganze Reihe von Merkmalen benennen, in denen sie sich qualitativ unterscheidet (eine Figur mit Bauch hat nun mal Bauch und ist anders als ein flacher Lego-Torso), bei anderen Figuren ist der Arm zwar nicht so gewinkelt wie der von Lego, aber doch gewinkelt / gekrümmt und damit ähnlich und das macht die Figur deutlich leichter angreifbar (ob zu ähnlich, ist dann eine Sache der Gerichte).
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kalgani
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Die 3D Marke ist ein Witz, da sie einen Nachbau des menschlichen Körpers in der Klemmbausteinwelt darstellt.
Verstehe daher überhaupt nicht wie irgendwer da für LEGO votieren kann.
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Just Bricks
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Ich denke der Grund liegt woanders: Lidl würde das ganze bis zum Ende ausfechten - etwas, was Lego bei den "Kleinen" meist nicht zu befürchen braucht. Die hätten gar nicht die finanziellen Möglichkeiten da mitzugehen und Lego könnte sich so einfach der Konkurrenz entledigen. Die dürften sehr überrascht sein, dass Steingemachtes hier soweit mitgeht. Bei Lidl wäre das von Anfang an klar. Außerdem dürfte Lego keine schlechten Geschäfte mit Lidl machen, auch wenn die Sets dort immer als Aktionsware angeboten werden.Oederland hat geschrieben: ↑vor 3 Jahre Kurz gesagt, Lego könnte aus finanzieller Sicht problemlos gegen die Playtive-Figur vorgehen, wenn sie wollten. Das Risiko wäre überschaubar, im schlimmsten Fall würden sie verlieren und Lidl würde weiterhin Playtive verkaufen, was sie aber sowieso schon machen. Warum unternimmt Lego also nichts gegen die Figur? Weil wohl ziemlich klar ist, dass sie nicht gewinnen würden. Die Playtive-Figur weicht zumindest in vier Merkmalen stark von der 3-D-Marke ab...
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Oederland
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Die 3-D-Marke von Lego ist eine Möglichkeit unter vielen, wie ein menschlicher Körper in der Klemmbausteinwelt dargestellt werden kann.
Warum sollte Lidl das ausfechten wollen? Sie verkaufen ein paar Mal im Jahr Spielzeug, darunter auch Klemmbausteine. Wenn sich Lego bei ihnen melden sollte, würden sie das wohl außergerichtlich klären. Im Gegensatz zu Lego, Qman, Zhe Gao usw. hängt Lidl nicht an einer bestimmten Figur, sie verkaufen Klemmbausteinsets fürs kleine Geld. Wenn nötig sieht das bei der nächsten Aktion eben anders aus.Just Bricks hat geschrieben: ↑vor 3 Jahre Ich denke der Grund liegt woanders: Lidl würde das ganze bis zum Ende ausfechten
Oder die Sets enthalten überhaupt keine Figuren wie zuletzt die Aldi-Sets. Nach der Logik hätte Aldi ja einfach die Gudi-Sets inkl. Figuren rebranden können (der Spielwert wäre mit Figuren definitiv größer).
Das ist soweit richtig, allerdings liegt das nicht per se daran, dass sie "klein" sind (das wird ggf. im vom Gericht festgesetzten Streitwert berücksichtigt), sondern dass sie sich als kleine Händler anscheinend zu hohe Risiken ans Bein gebunden haben. Lego geht ja nicht erst seit gestern gegen andere Figuren vor, sondern seit Jahren.Just Bricks hat geschrieben: ↑vor 3 Jahreetwas, was Lego bei den "Kleinen" meist nicht zu befürchen braucht. Die hätten gar nicht die finanziellen Möglichkeiten da mitzugehen und Lego könnte sich so einfach der Konkurrenz entledigen.
Also normalerweise ist schon zu erwarten, dass ein Generalimporteur für seine Rechte kämpft, wenn er sich im Recht sieht.Just Bricks hat geschrieben: ↑vor 3 JahreDie dürften sehr überrascht sein, dass Steingemachtes hier soweit mitgeht.
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heinzerhard
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Lidl würde vermutlich auch anders kämpfen als Steingemachtes o.A.: So große Firmen haben i.d.R. viele Patente die zur gegenseitigen Abschreckung benutzt werden. Und solange man nicht im Clinch ist, wird das Waffenarsenal im Keller belassen. TLG müsste also gegen Lidl v.a. den patentrechtlichen Erstschlag von Lidl fürchten, wenn sie wg. den Minifiguren klagen würden. Lidl hat vermutlich viele Patente in Logistik und die würden TLG erstmal hart treffen, auch wenn sich drei Jahre später rausstellt, dass sie nur 10% der Patente wirklich verletzten und die Hälfte gar nicht patentwürdig war…
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Just Bricks
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Das eine hat mit dem anderen aber leider wenig zu tun - er muss sich den Rechtsstreit von den Kosten her eben auch leisten können...
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Charly
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Laut Johnny wollte QMan die Kosten des Verfahrens übernehmen, so der Stand vom Anfang des Verfahrens. Ich hab bisher auch nichts Gegenteiliges gehört.
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Just Bricks
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Und das meinte ich ja damit: Lego dürfte damit nicht gerechnet und sich das ganze Unterfangen einfacher vorgestellt haben.
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JeLuF
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Lego, 2021: 8,09 Mrd € Umsatz, 2,47 Mrd € Gewinn.
Lidl, 2021: 100 Mrd € Umsatz (21,1 Mrd € in Deutschland). Gewinn? Unklar. Die "Lidl Stiftung", die das Auslandsgeschäft beinhaltet, hat 2,02 Mrd € Gewinn gemacht. Im Bundesanzeiger gibt Lidl einen Jahresüberschuss von 268 Millionen € an, das wären dann zusammen 2,288 Mrd €.
Beim Gewinn sehen die gar nicht mehr so unterschiedlich aus.
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schnipp
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
Laut neuesten Meldungen hat das Gericht gegen Thorsten von Johnny's World entschieden und ist der Meinung die Q-Man Figuren sind zu ähnlich den Mini-Figs von Lego.
https://www.welt.de/regionales/nrw/arti ... guren.html
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Steinalt
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Re: Rechtsstreitigkeiten - 3-D-Marke Lego-Figur
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Autsch!
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welt.de hat geschrieben:Das Urteil untersagt dem Paderborner Händler [...] den weiteren Verkauf der Produkte und verpflichtet ihn, Lego Auskunft über die bereits verkauften Mengen zu geben. Außerdem muss er alle noch vorhandenen, von dem Urteil betroffenen Produkte an das dänische Unternehmen herausgeben.
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