[Review] CaDa C51035W - Crocodile/Dinosaur

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oren
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[Review] CaDa C51035W - Crocodile/Dinosaur

Beitrag von oren » vor 5 Tage

Moin, ein kurzes Review zu CaDas Echsenset. Besonders interessiert hat mich der neue(?) Motorblock mit optisch/akustischem Sensor. Auch wenn das Einsatzgebiet hierfür recht schmal erscheint, habe ich mir einen recht hohen Spielwert erhofft, aber schauen wir mal...
Bestellt habe ich bei Gearbest, geliefert wurde wie immer in der Box, dank Hermes mit den obligatorischen 'Anpassungen' :) .

Die Verpackung ist beidseitig bedruckt und impliziert, dass zwei gleichwertige Modelle gebastelt werden dürfen, ein Dinosaurier, vermutlich ein T-Rex sowie ein Krokodil (kein Alligator, gut zu erkennen am breiten Maul ;) ).
Die knapp 460 Teilen sind hinreichend eingetütet, ein paar weniger könnten es sein, aber was solls. Die Anleitung ist CaDa typisch verständlich, aufgrund ihres kleineren Formats muss man hier und da etwas genauer schauen, für Kinder ab 5/6 mit etwas Erfahrung aber machbar.

Der Motor: Der Motor selbst ist verbunden mit dem Sensor, trennen ist nicht vorgesehen. Aufnahmen für anzutreibende Achsen befinden sich oben, hinten und seitlich (beidseitig durchgehend). Die Unterstetzung ist auf niedrigere Geschwindigkeiten ausgelegt. Befeuert wird das Ganze über 2 AAA Zellen. Hierzu später mehr. Das Sensormodul reagiert auf über die Photodiode auf Annäherug, über den Akustik-Sensor auf laute Impulse (Klatschen, Stampfen, Kinder werden da sehr schnell kreativ :lol: ). Beim Klatschen oder Annähern spult der Motor eine kürzere Sequenz mit Pausen ab (1-0-1-0-1-0). Wischt man am Sensor vorbei, fallen die Pausen weg und der Motor treibt für eine kurze Weile konstant an. Sehr zuverlässig ist das jedoch nicht immer, muss man ausprobieren. Die Krux an der Sache ist die: In den Motor werden wie gesagt 2 AAA Zellen eingelegt. 1.2V Akkus reichen leider nicht aus, damit Spielfreude aufkommt. Der Dino bewegt sich fast gar nicht, das Kroko nur schleppend. Da ich keine Batterien verwende, habe ich meine Ansmann AAA Nickel-Zink (NiZn 1.6V) Akkus ausgegraben und was soll ich sagen, damit funktionert es großartig! Ein Flyer in der Box weist auch darauf hin, dass man 'High Performance Batteries' mit 1.5V benutzen soll. Mit Eneloops ging bei mir gar nichts vorwärts. Wenn ihr vorhabt euch NiZn Akkus zu kaufen, denkt gleich an das passende Ladegerät, dieses muss zwingend NiZn unterstützen. Der Kollege von @Klemmbaustein-Spaß hat hierzu mal ein kleines Grundlagenvideo gestrickt, falls es wen interessiert. Habe selbst sehr gute Erfahrungen mit NiZn und PF gesammelt und kann das ausnahmslos empfehlen.

Zum Dino: Der Aufbau geht flott, das Modell sieht 'okay' aus. Teile bleiben satt übrig, als baute man ein B-Modell. Beweglich sind die Beine, der Schwanz und das Maul, angetrieben werden sie durch den Motor. Das Modell ist sehr labberig im Bereich der Hinterbeine, die Übersetzung durch das geringe Drehmoment des Motors und die hakelige Fortbewegung lässt nur wenig Spaß aufkommen, sie erfolgt durch Liftarme die versteckt hinter den eigentlichen Beinen für 'Schub' sorgen. Sieht einfach auch nicht so schön aus. Wir haben den Dino ziemlich schnell wieder zerlegt und uns dem Krokodil gewidmet.

Zum Krokodil: Auch hier geht es zügig vorwärts, das fertige Modell sieht klasse aus. Beweglich sind Schwanz, Beine (gegenläufig) und das Maul, ebenso alles angetrieben durch den Motor. Die letzten beiden Glieder des Krokodilschwanz lassen sich zudem händisch bewegen. Der Sensor ist wie beim Dino im Maul verbaut. Dieser reagiert durch den sehr tiefen Einbau im Unterkiefer kaum auf Annäherung oder klatschen, sondern scheint sich, einmal angetriggert, automatisch durch die eigene Fortbewegung immer neu auszulösen, zumindest bei uns. Die Fortbewegung erfolgt über kleine versteckte Räder, währenddessen schnappt das Maul auf und zu, die Vorder- und Hinterbeine bewegen sich gegenläufig und der Schwanz bewegt sich orthogonal zur Laufrichtung leicht seitlich hin und her. Sieht sehr witzig aus. Die Getriebe- und Motorgeräusche erinnern entfernt sogar an Babykrokodile. :mrgreen:

Fazit: Den Dino darf man getrost zur Seite legen und gleich das Krokodil bauen. Von den Proportionen her ist es als Krokodil sofort erkennbar, beim T-Rex, naja. Die Bewegungen wirken beim Krokodil natürlicher und weniger hakelig. Bei beiden Modellen bleiben ordentlich Teile übrig (Liftarme, Panels, Plates, Pins, ...) was wie eingangs vermutet bestätigt, dass es sich um zwei gleichwertige Modelle handelt, kein A-B-Prinzip wie sonst so üblich.
Die knapp 27 Euro waren gut angelegt, das Set bereitet besonders den Kinder Spaß, da über den Sensor ganz klar die Interaktion im Vordergund stehen soll (und auch tut). Bleibt das Problem mit den für die Antriebseinheit zu schwachbrüstigen NiMh-Akkus. Am besten wie gesagt auf NiZn setzen, Batterien lasst bleiben. Die Qualität der Cada Teile ist nach wie vor hervorragend, hier und da ein paar kleine Kratzer, so what.
Klare Empfehlung für das Kroko :rock: , der Dino ist doof :shh:
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