Preispolitik bei deutschen Händlern

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AlexBdf
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von AlexBdf »

Die Läden die BB für deine neuen Filialen in Ostdeutschland angemietet hat, liegen sämtlich in Einkaufscentern. Da kann man schon mal als Miete um die 40€/m2 und Monat ansetzen x100 m² Shopfläche, wenn sie gut verhandelt haben. Dazu dann noch Nebenkosten und die Werbegemeinschaft (zur Vereinfachung nochmal der selbe Betrag)
Für 1b Lage kann man ca 75% dieser Beträge ansetzen (https://de.statista.com/statistik/daten ... ssstaedte/)
ca. 100.000€ im Jahr
Dazu noch Personal.
Öffnungszeit 60h pro Woche (10.00-20.00 x 6 Tage)
x 52 Wochen x 2 Personen (min) = 6240 h Anwesenheit
Bei einer individuellen Arbeitszeit einer 40h Kraft von 1640h/a sind das 3,8 VZÄ (Vollzeitäquivalente)
Tariflohn sind 12,83€/h das ist ein Arbeitgeberbrutto von ca. 15,80€
also 6240 x 15,80€ = 98592€ + extras wie Weihnachtsgeld usw.
dazu kommt dann noch ein Storemanager in Vollzeit
Tariflohn Lohngruppe K4 (bis 5 Unterstellte) = 2655 € (=Arbeitgeberbrutto 3263€) x13 = 42419€

ohne Einrichtung, Ladendiebstahl, Verzinsung des Warenbestandes, Verderb, Strom, Frachtkosten und sonstigen Kladeradatsch sind wir also schon bei 240.000 € Kosten im Jahr

Wie hoch muss also der Umsatz sein, um das zu verdienen? Über Gewinn reden wir erst jenseits dieses Umsatzes ...

brutto VK Umsatzsteuer 19% netto VK Kallkulator netto EK Deckungsbeitrag
856.800 € 136.800,00 € 720.000,01 € 1,5 480.000,01 € 240.000,00 €
718.327 € 114.690,91 € 603.636,36 € 1,66 363.636,36 € 240.000,00 €
642.600 € 102.600,00 € 539.999,99 € 1,8 299.999,99 € 240.000,00 €
571.200 € 91.200,00 € 480.000,00 € 2 240.000,00 € 240.000,00 €
514.080 € 82.080,00 € 432.000,00 € 2,25 192.000,00 € 240.000,00 €
476.000 € 76.000,00 € 399.999,99 € 2,5 160.000,00 € 239.999,99 €

Benutzer 12146 gelöscht

Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Benutzer 12146 gelöscht »

AlexBdf hat geschrieben: vor 5 Jahre Die Läden die BB für deine neuen Filialen in Ostdeutschland angemietet hat, ...
Dabei wird BB hart verhandelt haben, so wie man sie kennt, und mit Sicherheit nicht diese Preise bezahlen ... :D

Immerhin haben sie es - wie auch immer ;) - geschafft, dass LEGO Ideas MOCs zurückrufen musste und sie damit international erwähnt wurden. :clap:

AlexBdf
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von AlexBdf »

Selbst WENN man hart bei der MIETE verhandelt, bleiben Nebenkosten und Werbegemeinschaft auf besagter Höhe - die hängen allein von der Größe des Ladens ab.
Dass BB nur den Mindestlohn bezahlt traue ich dem Gründer-Klaus sogar zu, trotzdem wird es davon in der Summe nicht dramatisch weniger. Denn für Mindestlohn bekommt man als Arbeitgeber auch nur Mindestengagement. Da braucht man dann schnell 3 statt 2 Leuten.

Benutzer 12146 gelöscht

Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Benutzer 12146 gelöscht »

Ich dachte, die Shops sind eh nur dazu da, um sich unliebsame Konkurrenz aus den eigenen Reihe fern zu halten und das Ganze von der Steuer abzusetzen. Warum sollte man sonst einen Laden in bester Einkauflage in Bielefeld aufmachen?! :lol:

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JeLuF
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von JeLuF »

xyz2500 hat geschrieben: vor 5 Jahre Immerhin haben sie [Anm: BB] es - wie auch immer ;) - geschafft, dass LEGO Ideas MOCs zurückrufen musste und sie damit international erwähnt wurden. :clap:
Was habe ich denn da verpasst? Ich kenne aus dem letzten Jahr nur zwei Sets mit Problemen: die Osprey und die Razor Crest. Beide hatten nix mit BlueBrixx zu tun.

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siegfried
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von siegfried »

Wie er in einem Video erzählt hat sucht er auch haufenweise Teilzeitkräfte die dann auf 450€ Basis für 10€ die Stunde werkeln dürfen.
Wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit warum er quasi jeden Monat einen neuen Shop eröffnen kann. Irgendwo müssen die ganzen Gewinne hin. Der Klaus sieht auch nicht so aus als würde er gern Steuern zahlen wenn es sich vermeiden lässt. :)

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Oederland
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Oederland »

JeLuF hat geschrieben: vor 5 Jahre Was habe ich denn da verpasst? Ich kenne aus dem letzten Jahr nur zwei Sets mit Problemen: die Osprey und die Razor Crest. Beide hatten nix mit BlueBrixx zu tun.
Gemeint sind wohl die Entwürfe von RobenAnne, die zunächst ins Designer Program auf Bricklink aufgenommen worden waren und dann wieder rausgeflogen sind, da der Designer schon mit BB zusammenarbeitet (da er den Verkauf der UrGe-Sets als BlueBrixx-Pro autorisiert hat).
xyz2500 hat geschrieben: vor 5 Jahre Ich dachte, die Shops sind eh nur dazu da, um sich unliebsame Konkurrenz aus den eigenen Reihe fern zu halten und das Ganze von der Steuer abzusetzen. Warum sollte man sonst einen Laden in bester Einkauflage in Bielefeld aufmachen?! :lol:
Die BB-Filialen sind tatsächlich eher ein nicht repräsentatives Beispiel. Sie müssen keinen Gewinn abwerfen, sogar ein Minus ist zu einem gewissen Grad akzeptabel, da sie auch als Werbungskosten zu sehen sind und Konkurrenz verhindern. Bzgl. Unkosten müsste man mal schauen, wann und wo welche Filiale offen hatte, Stichwort ewiger Lockdown, Kurzarbeitergeld und Corona-Hilfen. Im Zweifel sind sie momentan Litfaßsäulen für den Onlineverkauf. :lol:

AlexBdf
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von AlexBdf »

Lieber @Oederland,

das sind aber teure Litfaßsäulen.

Die Mieten laufen weiter. Die Nebenkosten aus. Die Werbegemeinschaft muss eher mehr ausgeben.
Für Ladenneueröffnungen nach dem März 2020 gibt es auch keine Überbrückungshilfe.
450 € Aushilfen sind nicht arbeitslosenversichert und bekommen kein Kurzarbeitergeld.
Der Urlaubsanspruch läuft auch in der Kurzarbeit weiter.
Die Einrichtung eines Ladens ist auch nicht gratis (rechne mal mit 300€/m² für eine einfache Ladenausstattung)
Die Ware muss auch weiter finanziert werden (und bindet zumindest Eigenkapital)

Ich weiß ja nicht, wie eure Vorstellung der Wirtschaft zusammenkommt, aber aus dem Handel seid ihr bestimmt nicht.

OldUser4
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von OldUser4 »

Ich nehme an man gründet dafür eigene kleine GmbHs und lässt sich diese fördern. Das Geld bekommt man zwar nicht geschenkt, aber gerade in den wirtschaftlich nicht so starken Gebieten wird man in den ersten 1 - 2 Jahren 25 - 50% einsparen können.
Ob sich Läden für BB lohnen? Ich bin mir nicht sicher, mehr werden wir in 1 - 2 Jahren wissen....

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BitBrick
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von BitBrick »

Wer hat denn hier nach Ostern wieder Unmengen an Spekulatius verteilt? :roll:

Oder auf Deutsch, wo soll diese Diskussion hinlaufen? Was erwartet ihr für ein Ergebnis und warum ist das überhaupt interessant?
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Ostsachse
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Ostsachse »

@BitBrick

Vermutlich sind das alles Gesellschafter der BB GmbH und hoffen auf gute Rendite :mrgreen:

Benutzer 12146 gelöscht

Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Benutzer 12146 gelöscht »

@bricktrick Ich möchte einfach mal wissen, über was für Geld und Innovationen wir hier eigentlich reden. Ich selber bin open source unterwegs, wie die meisten hier. Merkwürdigerweise sind alle Klemmbaustein-Händler und -Hersteller mehr als bedeckt ...

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BitBrick
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von BitBrick »

Hat denn mal jemand GK angerufen oder angeschrieben und gefragt? Das hier führt doch zu nichts.
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Benutzer 12146 gelöscht

Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Benutzer 12146 gelöscht »

Steter Tropfen höhlt den Stein. ;)

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MattesBricks
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von MattesBricks »

@xyz2500 Naja, eine GmbH publiziert ja im Bundesanzeiger die Bilanz. Kannst natürlich nicht sehen ob bei xingbao mehr oder weniger als bei xyz aufgeschlagen wurde.

@5N00P1 ähhmmmm :-]

AlexBdf
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von AlexBdf »

5N00P1 hat geschrieben: vor 5 Jahre Ich nehme an man gründet dafür eigene kleine GmbHs und lässt sich diese fördern. Das Geld bekommt man zwar nicht geschenkt, aber gerade in den wirtschaftlich nicht so starken Gebieten wird man in den ersten 1 - 2 Jahren 25 - 50% einsparen können.
Deine Kenntnisse über Wirtschaftsförderung, Arbeitsförderung oder das deutsche Steuerrecht für Unternehmen hast du aus der BILD oder vom Gewerkschafts-Stammtisch?

Arbeitskräfte bekomst du nur gefördert. wenn du Leute einstellst, die anderweitig keinen Job bekommen.
Aber mehr als Ware auspacken oder Ware einräumen und im Maximum Ware abkassieren wirst du da in der Regel nicht erreichen. Es hat meist einen guten Grund, warum Leute - vor allem aus dem Handel - langfristig arbeitslos sind.

Ein VERKÄUFER sorgt dafür. dass der Kunde mit Ware aus dem Laden geht, die er vorher gar nicht kaufen wollte. Alles andere ist kein Verkauf sondern Warenausgabe.
Ein VERKÄUFER macht das weder als 450€ Job noch für 10€/h und ist die Lohndifferenz zu so einem "Anwesenhietskraft" auf jeden Fall wert.

@BitBrick
Wohin das führt? Nirgendwohin, solange da Leute diskutieren, die keine Ahnung vom Handel oder von Preisgestaltung haben.

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Oederland
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Oederland »

AlexBdf hat geschrieben: vor 5 Jahre das sind aber teure Litfaßsäulen. [...] Die Einrichtung eines Ladens ist auch nicht gratis
BB wird nicht aus Jux und Tollerei an Orten Ladenflächen anmieten, wo sie nie hinwollten, und diese ausstatten und Leute anstellen, um dort keine Ware zu verkaufen. Aber BB hat bei den Filialen nicht so den Erfolgsdruck wie ein kleiner, unabhängiger Händler! Darauf wollte ich hinaus, nicht mehr und nicht weniger. BB kann auf längere Sicht agieren und BB kann auch Verluste an Standorten abfedern und BB ist im Onlinegeschäft aufgrund des größeren Angebots überlegen. Ein kleiner Händler hat nur einen Standort und wenn der sich nicht trägt, war es das. Wenn eine BB-Filiale nicht so laufen sollte, wird sie früher oder später dicht machen, dann kennt die Laufkundschaft dort aber den Namen BlueBrixx und wird ggf. weiter auf ihrer Seite einkaufen. Die Filialen sind für sie wichtig, da sie dort in Kontakt mit normaldurchschnittlichen Kunden kommen, mit denen sich aufgrund der Masse mittelfristig mehr verdienen lässt als mit irgendwelchen erwachsenen Sammlern, die in Foren und sozialen Plattformen herumhängen und BB schon kennen. Die Erfahrungen und Verkaufszahlen sind auch wichtig, falls BB mal an Ketten wie Globus oder Real verkaufen will. Die werden sich sowieso nie 20 Modulars oder 20 Technik-Sets oder 20 BlueBrixx-Special-Lokomotiven in die Läden stellen, mit denen sie in erster Linie nur AFOx erreichen, aber ggf. anderes wie die Sembo-Rückziehautos oder eben das, was in den Filialen so läuft. Und das wird BB momentan auch für sich selber austesten.
AlexBdf hat geschrieben: vor 5 Jahre Die Mieten laufen weiter.
Diverse Händler haben auf Mietminderung geklagt oder sich außergerichtlich entsprechend geeinigt. Heißt nicht, dass das bei den jeweiligen Händlern so ist, aber speziell bei Neuabschlüssen wird man entsprechend vorsorgen und günstigere Konditionen als sonst aushandeln können.
AlexBdf hat geschrieben: vor 5 Jahre Die Ware muss auch weiter finanziert werden (und bindet zumindest Eigenkapital)
Die Ware ist nicht verderblich, im Zweifel holt man sie zurück nach Flörsheim. Bringt die Planung natürlich auch durcheinander, aber eben nicht so stark wie die eines kleinen Händlers.
AlexBdf hat geschrieben: vor 5 Jahre Arbeitskräfte bekomst du nur gefördert. wenn du Leute einstellst, die anderweitig keinen Job bekommen.
Aber mehr als Ware auspacken oder Ware einräumen und im Maximum Ware abkassieren wirst du da in der Regel nicht erreichen.
Ich war noch in keiner BB-Filiale, aber über genau solche Verkäufer haben manche hier im Forum im BB-Thread berichtet.
AlexBdf hat geschrieben: vor 5 Jahre 450 € Aushilfen sind nicht arbeitslosenversichert und bekommen kein Kurzarbeitergeld.
Wer in der jetzigen Situation als Arbeitgeber 450-Euro-Jobbern einen Vertrag mit längerer Laufzeit ausstellt, dem ist nicht zu helfen. Wenn ein Händler halbwegs clever ist, wird er sich um klemmbausteinverrückte Studis bemühen, die trotz des niedrigen Gehalts motiviert sind und die mit sich reden lassen. Im Zweifel wird der Vertrag aufgelöst, der Händler stellt einen Schrieb aus, dass aufgrund des Lockdowns die Arbeit nicht angetreten werden konnte und der Studi beantragt damit Überbrückungshilfe und muss nicht mal auf Geld verzichten. Oder man ändert den Vertrag nachträglich ab oder lässt den Vertrag, wie er ist, und vereinbart, dass der Studi wann anders "nacharbeitet". Ich bin selber im universitären Bereich, habe früher mal als studentische Hilfskraft gearbeitet (auch geringfügig beschäftigt, hieß damals ggf. noch anders). Die Rechtslage ist die eine Sache, die Praxis je nach Lehrstuhl / Firma eine komplett andere.
BitBrick hat geschrieben: vor 5 Jahre Hat denn mal jemand GK angerufen oder angeschrieben und gefragt?
Der lässt wahrscheinlich gerade mitlesen. Von daher, @BlueBrixx, spoilert doch bitte mal bzgl. der weiteren Wasserstadtsets von Xingbao. :wave:

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MattesBricks
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von MattesBricks »

Bitte nicht den Begriff "Unkosten".

Was mich von so einem Geschäft (Spielwaren Einzelhandel) abhalten würde:
  • Hoher Kapitaleinsatz:
    • bezahlte Lieferungen schippern ewig in der Gegend rum, Einfuhrzoll, Zollrecht, gerichtsfreudiger "Marktführer"
    • Lager: Lagermiete, Lagerzeit wo das Kapital gebunden ist, Lagerverwaltung (Arbeitskräfte), Lagerausstattung (Regale, Stabler, Sammler, Inventur), Schwund, Zollfreilagerung, Logistik
    • Mittelfristige Mietkosten für Ladengeschäfte
  • Personalkosten (fachlich und sachlich geeignete Mitarbeiter), Reklamationen, Rücksendungen
  • Einkauf der richtigen Ware, die in 6 Monaten Hype ist und weg geht; Ware die verramscht werden muß ist Verlust
  • Generieren von Bedarf (konkrete Kaufabsicht), erkennen von Kaufbedürfnissen und entwickeln zum Bedarf "shut up and take my money"
  • Vertriebs- und Logistikkosten, Ladengeschäfte
  • Versicherungskosten
  • Rechtsrisiken nur teilweise versicherbar
  • Risiko, daß der Hype überraschend zu Ende geht.
  • Der interessanteste Wertschöpfungsbereich, wenig billigen Kunststoff in wertvolle "Klemmbausteine" zu verwandeln, liegt in anderer Hand. Langfristig wäre Kauf oder Beteiligung an einem Steine Hersteller sinnvoll, auch um ungedeckte Bedürfnisse der potentiellen Kunden zu bergen.
Beim Erkennen der Käuferbedürfnissen und Bilden von Kaufabsichten ist BB top, Vermarktung über die Youtube Videos ist super.


Letztendlich wird ein solches Unternehmen, nie die Umsatzrentabilität, eines IT Beraters erzielen und hohe Kapitalmengen binden.

AlexBdf
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von AlexBdf »

@Oederland
Zum ersten Absatz
Ob BB "auf lange Sicht" arbeiten kann oder "kurzfristigen Erfolg" braucht kann uns höchstens "der Klaus" erzählen. Meine Erfahrung aus 30 Jahren Handel (und mein Diplom an der Wand) sagen mir, dass er die Expansion der letzten Monate möglicherweise mit Eigenkapital stemmen konnte. Möglicherweise ist aber auch ein Schatteninvestor da, der das finanziert (und Rendite sehen will). "Der Klaus" macht das ganze aber ganz klar, um Geld zu verdienen.
Ich hoffe nicht das der Klaus noch real,- verkaufen will. Aber Ketten wie Globus oder Kaufland interessiert nicht, ob irgendwas irgendwo schon einmal gelaufen ist. Menge x Marge + Werbekostenzuschuß müssen stimmen. Erfahrungen aus solchen Kleinflächen sind da vollkommen ohne Belang. Es wird für eine Einmalaktion geordert. Für eine Dauerplatzierung wird erst einmal vom Hersteller richtig Geld verlangt (Regalprämie, Metergeld)

Zum Zweiten Punkt
In den Centern wird teilweise genau 0% Mietminderung gewährt. Und die Gerichtsurteile sind sehr gemischt ausgefallen. Zur Zeit is
t bei der Neuvermietung zwar ein Nachfragermarkt da, aber die Vorstellung man bekomme da etwas geschenkt ist falsch. Auf Vermieterseite stehen Fonds (Zahnärzte) deren Investments mit Fremdkapital aufgepumpt sind, die können sich langfristige Mietgeschenke gar nicht leisten.
Mehr als ein paar MIETfreie Monate sind da nicht drin. Und wie gesagt, die Miete ist nur die eine Hälfte der Aufwendungen für die Ladenfläche.

Zum Dritten Punkt
Ware frißt Kapital und Fläche. Gerade bei den "kleinen" Sets lohnt sich eine Umlagerung kaum, da die Logistikkosten vom Einpacken bis zum Restocking dann zu groß werden. Also lohnt das nur für große Sets. Lagerkapazität ist auch nicht so einfach skalierbar. Die Logistikaufwendungen steigen nicht linear mit der Anzahl der Standorte sondern exponentiell.

Zum vierten Punkt
Der Klaus ist eigentlich recht schlau und zahlt in Flörsheim ordentliche Gehälter (wenn man das auf den entsprechenden Seiten so nachliet). Und er ist nicht dumm. Wie gesagt: solche "Verkäufer" kann man sich sparen.

Zum fünften Punkt
Du unterstellst dem Klaus aber schon ein gerüttet Maß an sozialer Dreistigkeit.
Mit 450€ Kräften kann man kein Geschäft führen. Wer das versucht scheitert grandios.
Wer nur kurzfristige Verträge macht steht auch ganz plötzlich ohne Leute da. Nämlich dann wenn es woanders 50 cent mehr gibt oder einen Ticken bessere Konditionen.
Gute Leute im Handel wissen was sie verlangen können.
"Der Student beantragt Überbrückungshilfe." Was soll er denn mit 100€? Und 450€ Jobs gibt es aktuell genug - Coronatestzentrum,
https://www.überbrückungshilfe-studierende.de/start
Und Sozialbetrug/Subventionsbetrug ist eine ernste Straftat. Und jeder neue Antrag eine selbständige strafbare Handlung. Die Ausstellung einer falschen Bescheinigung ... ach lassen wir das - so was macht der GK nicht dafür ist er viel zu schlau.

Am Rande zu den Unis
Dass manche Lehrstuhlinhaber regieren wie kleine Fürsten hat sich wohl in den letzten 30 Jahren nicht geändert. Hat der Lehrstuhl an dem ich als Student gearbeitet habe auch immer mal wieder so gehalten: wir haben gerade kein Geld für das Projekt - melden Sie sich arbeitslos und kommen eben dann umsonst, sie bekommen doch Geld vom Amt. Was blieb den Doktoranden denn anderes übrig? ... Er war dann ganz erstaunt, dass einer seiner (ausländischen) Doktoranden nach Abschluß der Promotion (erfolgreich) von ihm die Gehaltsdifferenz einklagte. Noch mehr erstaunte ihn §24(1)Nr. 1 Beamtenstatusgesetz ...

Benutzer 12146 gelöscht

Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Benutzer 12146 gelöscht »

Das Nadelöhr sind die Designer/Mocer, die zwar gerade auch abgezockt werden, aber die nun wissen, was ihre Kreativität wert ist. Und davon gibt es verdammt wenige richtig Gute auf der Welt. :thumup:

@AlexBdf Deine Erfahrungen an Unis scheinen schon lange her zu sein. Mit so einem patriarchalischem Weltbild kommt man da heute nicht mehr weit, denn jeder ist bemüht, Intelligenz aufzubauen und zu halten. ;)

Benutzer 670 gelöscht

Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Benutzer 670 gelöscht »

Vielen Dank für deine ausführlichen Ausführungen @AlexBdf :clap:
Und ja, ich bin auch froh nicht selbständig zu sein (für Mitarbeiter verantwortlich zu sein, dan Schuh will ich mir nicht anziehen - daher Respekt vor jedem der das macht! :thumup: ) aber quasi selbständig arbeiten zu dürfen :D Sehr angenehm auch wenn durch den Kleinstbetrieb mit Urlaub und co immer äußerst schwierig ist.

Denke auch man sollte vorallem die Mischkalkulation sehen - es laufen doch nicht alle Sets super und auf vielen bleibt man wohl auch sitzen.

Diese Neiddebatte find ich immer etwas müßig. Wer es meint auch machen zu wollen soll dies tun. ;) Dazu muss man ja bei keinem Laden kaufen wenn man günstigere Alternativen findet. Mach einen lokalen Laden unterstützt man direkt weil man dessen Service oder Geschäftsmodell gut findet bei anderem kauft man online. So ist es heutzutage eben :)

Ich behaupte auch mal das kein Unternehmer eine gemütliche 30h Wochen haben wird(ok, Außnahmen soll es immer geben :mrgreen:) ), da wird sicherlich immer rangeklotzt. Von daher gönne ich es auch BB das es im Moment läuft. Zur richtigen Zeit das Richtige gemacht. Gehört auch dazu.

Und wenn die so mithelfen den Alternativen Klemmbausteinmarkt bekannter zu machen - immer her damit :) Ich bin da ja wirkich gespannt wie es in 5 Jahren ausschauen wird.

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Oederland
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Oederland »

@AlexBdf: Ich kann dir da absolut nicht folgen.
AlexBdf hat geschrieben: vor 5 JahreMit 450€ Kräften kann man kein Geschäft führen. Wer das versucht scheitert grandios.
In der Gastronomie und im Einzelhandel sind neben Vollzeitpersonal Minijobber absolut Standard und in den Städten mit Unis und FHs findet man überall auch Studenten. Restaurants, Bars, Kneipen, Weihnachtsmärkte, Konzerte und sonstige Events (Auf- und Abbau), Warenausgabe, normale Läden (Bücher, Deko, Mode, Supermärkte), Essenslieferdienste. In dem Bereich sind durch den Lockdown viele Stellen weggefallen und die Studis kommen nicht alle in Testzentren unter. Genau dafür ist die Überbrückungshilfe mit bis zu 500 € im Monat da, wenn jemand pandemiebedingt eine Stelle verloren hat, nicht antreten kann oder trotz ernsthafter Bewerbungen keine Stelle findet und im Sinne der sonstigen Regeln darunter fällt. Und ja, natürlich gibt es auch viele, die das Geld nicht brauchen, aber die werden sich auch nicht um 450-Euro-Jobs bemühen bzw. wenn, dann arbeiten sie nur zum Spaß und sind ggf. schnell wieder weg.

Wenn ein Händler halbwegs logisch denkt, wird er momentan keine Studis und auch keine anderen Leute als Minijobber durch längerfristige Verträge an sich binden, sondern er wird sie sofern möglich vertrösten, man verschiebt den Vertragsstart etc. Und da Studis eine besondere Klientel sind und das zu einem gewissen Grad gewöhnt sind, verliert man sie als Arbeitgeber trotzdem nicht gleich als potentielle Mitarbeiter. Hängt natürlich immer vom Typ und dem Geschick des Arbeitgebers ab.
AlexBdf hat geschrieben: vor 5 JahreDer Klaus ist eigentlich recht schlau und zahlt in Flörsheim ordentliche Gehälter [...] Und er ist nicht dumm. Wie gesagt: solche "Verkäufer" kann man sich sparen.
Die 450-Euro-Kräfte bei BB habe ich mir nicht ausgedacht, sondern BB scheint diese gesucht zu haben, siehe oben. Und wenn man als junges Unternehmen Leute mit Klemmbausteinerfahrung rekrutieren will, wird man schnell bei jungen Leuten landen, die gerade aus ihren "dark ages" gekommen sind und denen ein solcher Job (noch) etwas bedeutet.
AlexBdf hat geschrieben: vor 5 JahreWer nur kurzfristige Verträge macht steht auch ganz plötzlich ohne Leute da. Nämlich dann wenn es woanders 50 cent mehr gibt oder einen Ticken bessere Konditionen.
In einem Video von Anfang März hatte Klaus laut Titel jede Menge Traumjobs zu vergeben. Da wurden auch Verkäufer für die bestehenden Läden gesucht, wenn sie wieder öffnen. Heißt, dem bisherigen Personal wurde gekündigt, sie sind selber abgesprungen oder hatten Verträge mit kurzen Laufzeiten, sonst bräuchte man nicht neu suchen. ;)

Aber zurück zum eigentlichen Threadtitel, zurück zu den Preisen:
MattesBricks hat geschrieben: vor 5 Jahre Was mich von so einem Geschäft (Spielwaren Einzelhandel) abhalten würde:
Alles richtig! Wir reden hoffentlich nicht davon, dass jeder mal eben einen Laden eröffnen kann und über Nacht reich wird. Es bestreitet wohl auch niemand ernsthaft, dass Ausgaben anfallen. Diese Ausgaben sind nicht anders als bei Händlern (oder Importeuren) im Allgemeinen. Klaus hat 20 Jahre Erfahrung mit Handel, Thorsten ist gelernter Einzelhandelskaufmann, Michael Gaßmann hat ebenfalls viele Jahre Erfahrung als Unternehmer und wir können mal unterstellen, dass sie ungefähr wissen, was sie tun.
MattesBricks hat geschrieben: vor 5 JahreBeim Erkennen der Käuferbedürfnissen und Bilden von Kaufabsichten ist BB top
Was das Sortiment angeht und soweit man das von außen beurteilen kann, hat sich BB auch "nur" herangetastet und nicht alles hat funktioniert. Nichts anders ist zu erwarten, da die Entwicklung sehr dynamisch ist. Wie groß der Umsatz mit den eigenen Sets ist, wissen wir natürlich nicht, aber BB hat hier definitiv eine Nische für sich gefunden und arbeitet sich in neue Bereiche vor.
ABBC3_SPOILER_SHOW
BumBum hat geschrieben: vor 5 Jahre Diese Neiddebatte find ich immer etwas müßig. Wer es meint auch machen zu wollen soll dies tun. ;)
Neiddebatte, nicht schlecht. :lol: Wenn innerhalb kurzer Zeit sehr viele neue Läden entstehen und bestehende expandieren, dann scheint das Geschäft gut zu laufen. Vielleicht strecken die Händler Geld vor oder vielleicht stehen hinter ihnen auch Investoren. Das ändert nichts daran, dass in dem Bereich anscheinend Geld zu verdienen ist oder entsprechende Hoffnungen bestehen, denn sonst würde niemand investieren. Könnte natürlich auch eine riesige Blase sein, in dem Fall doch eher auszuschließen. Klemmbausteine sind seit Jahrzehnten beliebt und neben Lego treten nun eben auch andere Marken in Europa an. Die Frage ist eher, welcher Hersteller, welcher Händler wieviel vom Kuchen abbekommt.

Allerdings ist das wohl für manche ein Tabuthema. Man will zwar Teil einer aufblühenden Szene sein, aber man will nur ungern darüber reden, dass ganz banal Geld verdient wird. Von Herstellern, Händlern, Influencern. Alles, was man von Lego schon inklusive aller Problematiken kennt.

Aber stecken wir mal den Kopf in den Sand. Die Läden haben absolut nichts zu bedeuten, Klemmbausteine anderer Marken haben wohl kein Wachstumspotential. ;)

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siegfried
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von siegfried »

AlexBdf hat geschrieben: vor 5 Jahre Zum ersten Absatz
Ob BB "auf lange Sicht" arbeiten kann oder "kurzfristigen Erfolg" braucht kann uns höchstens "der Klaus" erzählen. Meine Erfahrung aus 30 Jahren Handel (und mein Diplom an der Wand) sagen mir, dass er die Expansion der letzten Monate möglicherweise mit Eigenkapital stemmen konnte. Möglicherweise ist aber auch ein Schatteninvestor da, der das finanziert (und Rendite sehen will). "Der Klaus" macht das ganze aber ganz klar, um Geld zu verdienen.
Man könnte aber auch spekulieren das Klaus keinen Investor brauch weil eben ein Millionen Nettogewinn über den Versand generiert wurden. Bluebrixx ist ja kein kleiner Laden mehr und macht Umsatz im zweistelligen Millionenbereich. Da mögen auch deine Ausführungen über die Kosten einer Ladeneröffnung richtig sein. Das der Klaus jetzt noch vier neue Läden eröffnet obwohl die gar nicht öffnen dürfen könnte auch ein Indiz dafür sein das Bluebrixx noch dringend Abschreibungen zum Ende des Geschäftsjahrs brauch um nochmal seinen Gewinn zu drücken. Mittlerweile sind es ja schon um die 10 Geschäftseröffnungen in einem Jahr und das trotz ständigem Lockdown. Das würde doch keiner machen der ums Überleben kämpfen müsste. Zum Abschreiben aber Prima geeignet.
Zum fünften Punkt
Du unterstellst dem Klaus aber schon ein gerüttet Maß an sozialer Dreistigkeit.
Mit 450€ Kräften kann man kein Geschäft führen. Wer das versucht scheitert grandios.
Wer nur kurzfristige Verträge macht steht auch ganz plötzlich ohne Leute da. Nämlich dann wenn es woanders 50 cent mehr gibt oder einen Ticken bessere Konditionen.
Gute Leute im Handel wissen was sie verlangen können.
Mal ehrlich wie viele Mitarbeiter einer Shoppingmall oder der Einkaufszentren sind feste Mitarbeiter und "echte Verkäufer" die auch am Umsatz beteiligt werden. Bei den ganzen Ketten dürfte das pro Geschäft außer dem Store Manager und stellv. kaum einer sein. Wenn ich nix davon habe reiße ich mir auch nicht den Arsch auf. Beim Berater im Media Markt kannst Glück haben und gerätst an einen Technik Nerd den das ganze auch Privat interessiert und der Ahnung hat aber auch genauso gut kann man an den planlosen gelangen dem alles egal ist. Beide gehen mit dem gleichen Geld nach Hause. Für den Rest der täglichen Arbeiten Regale auffüllen, normale Beratung, aufräumen, Kassieren reichen bei kleinen Geschäften auch 450€ Kräfte. Wenn die 450€ Kraft auch noch motiviert und flexibel ist umso besser. Aus Sicht des Store Managers sind ja Aushilfen interessant weil die eben wesentlich billiger sind als Festangestellte. Und wenn man mit denen den Laden am laufen halten kann wirkt sich das auf das Portemonnaie des Shop Managers aus.

Ostsachse
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Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Ostsachse »

siegfried hat geschrieben: vor 5 Jahre Das der Klaus jetzt noch vier neue Läden eröffnet obwohl die gar nicht öffnen dürfen könnte auch ein Indiz dafür sein das Bluebrixx noch dringend Abschreibungen zum Ende des Geschäftsjahrs brauch um nochmal seinen Gewinn zu drücken. Mittlerweile sind es ja schon um die 10 Geschäftseröffnungen in einem Jahr und das trotz ständigem Lockdown. Das würde doch keiner machen der ums Überleben kämpfen müsste. Zum Abschreiben aber Prima geeignet.
Ich glaube nicht das Klaus unbedingt nur Abschreibungen braucht. Sicherlich hat er durch den Corona-Lockdown seinen Onlineabsatz gesteigert und somit auch mehr Gewinne eingefahren.
Er hat dabei aber wohl eher die Zukunft im Blick und sichert sich z.Z günstig gute Lagen in den Städten um nach dem Lockdown gut positioniert mit seinen Läden vor Anderen voll durchzustarten.
Duch den bisherigen Onlinehandel weiss er auch schon sehr genau was bei den Kunden gut ankommt und kann daher auch das Sortiment in seinen Läden gut vorrausplanen und zeitig genug seine Bestände auffüllen.
Das er das auch noch Abschreiben kann ist nur ein positiver Nebeneffekt für ihn.

Benutzer 670 gelöscht

Re: Preispolitik bei deutschen Händlern

Beitrag von Benutzer 670 gelöscht »

Nachtrag zu meiner Neiddebatte ;)

Das war allgemein gemeint.
Mir kommt es eben bei einigen oft so vor, dass man immer etwas zu meckern hat. Egal ob es ein Startup ist, das erfolgreich geworden ist, oder ein YouTuber dem dann Geld scheffeln vorgeworfen wird oder ein Laden der Produkte vermeintlich zu teuer verkauft. Die Lösung liegt da imo doch auf der Hand. Nachmachen und/oder besser machen :mrgreen: wenn es immer so einfach ist. ;)
Oder einfach den/die Youtuber nicht schauen oder die Produkte einfach nicht kaufen oder woanders günstiger erwerben.
Das wollte ich mit dem Einwurf ausdrücken, dass mich das alles etwas langweilt, weil man seine Uhr danach stellen kann bis irgendeiner an Haar in der Suppe sucht. Und wenn dann die Personen noch persönlich angegangen werden (wie z.B. auch bei Florian) dann ärgert es mich richtig. Aber gut, das gehört nicht mehr hier zum Thema. Wollte nur nochmal 2-3 Sätze dazu schreiben, dass es nicht missverstanden wird.

Nun diskutiert/spekuliert ihr hier aber bitte schön weiter - ist sehr unterhaltsam mitzulesen und es geht dabei ja auch wirklich sehr gesittet zu! Einen Dank dafür an alle! :clap: :prost:

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